„Anno erzählt“ beim Denkmaltag

Exdiesterweg
Das ehemalige Diesterweg-Gymnasium. Foto: Andrei Schnell

Nach einer Pause meldet sich Anno erzählt wieder zurück. Wir nutzen den Denkmaltag, um uns wieder in Erinnerung zu rufen. Am Sonntag, 13. September, bauen wir um elf Uhr einen Stand am Ex-Diesterweg-Gymnasium in der Swinemünder Straße auf. Wir haben alte Fotos aus den 1970er Jahren dabei und eine Tonaufnahme von zwei Zeitzeugen, die als Schüler der ersten Stunde das damalige Ranke-Gymnasium besuchten. Das markant-orangefarbene Schulhaus steht seit 2019 unter Denkmalschutz. Wir haben in der offiziellen Begründung geschmökert und das Wichtigste zusammengefasst. Wussten Sie, dass die Getty Stiftung der Technischen Universität Berlin eine Förderung gegeben hat, damit die Wissenschaftler einen Plan zur denkmalgerechten Entwicklung des Gebäudes austüfteln?

Anno erzählt wird in diesem Jahr nach der Coronapause zunächst ein Geschichtscafé organisieren. Im nächsten Jahr wird es unter hoffentlich besseren Bedingungen mehrere Cafés zu vielen geschichtlichen Themen rund ums Brunnenviertel geben. Dazu werden wir per Mail einladen.

In diesem Jahr erstellen wir noch eine Chronik des Brunnenviertels. Diese Broschüre werden wir kostenlos an Interessierte abgeben. Kennen Sie schon unsere Broschüre „Alte Karten und Stadtpläne“? Auch dieses Heft können Sie kostenlos bei uns erhalten.

Wir freuen uns, Sie am Sonntag, 13. September um 11 Uhr bei uns wieder begrüßen zu können, legen Sie gern ihre Route für den Denkmaltag so, dass Sie auch bei uns vorbeikommen.

Was ist „Anno erzählt?“

„Anno erzählt“ ist ein Geschichtsprojekt, dass mit vier Geschichtscafés pro Jahr Nachbarn im Brunnenviertel zusammenbringen will. Menschen, die schon seit langem im Brunnenviertel wohnen und solche, die erst vor kurzem in den Kiez rechts und links von der Brunnenstraße gezogen sind, sollen durch das Projekt zur Geschichte des Brunnenviertels zusammen kommen.

Bei den Geschichtscafés geht es um den Austausch – zwischen den Experten und Menschen wie zwischen den Menschen untereinander. Statt anspruchsvoller wissenschaftlicher, historischer Vorträge betonen die Geschichtscafés das erzählerische Element. Es soll ein für Laien verständlicher, erster Zugang zur Geschichte des Brunnenviertels geschaffen werden.

Neben den Treffen bei Geschichtscafés hat das Projekt sich die Aufgabe gestellt, ein kleines Bürgerarchiv zum Brunnenviertel aufzubauen. Durch dieses sollen Laien, Lehrer oder Bewohner einfach an historisches Material zum Brunnenviertel gelangen. Außerdem sollen ab 2019 Fliesen mit QR-Codes im Kiez angebracht werden. Die mit einem Smartphone lesbaren QR-Codes werden zu Ton und Videoaufnahmen auf einer Webseite führen, die die Geschichte eines Hauses, einer Straße oder eines Ort erklärt.

Das Projekt wird über den Projektfonds des Quartiersmanagement Brunnenviertel-Brunnenstraße mit Mitteln der Sozialen Stadt gefördert.